Mit dem im Jahre 1998 genehmigten Landschaftsplan steht der Gemeinde Aiterhofen ein langfristiges, fachübergreifendes Entwicklungskonzept zur Verfügung, das sowohl die Belange der gemeindlichen Entwicklung als auch die des Schutzes von Natur und Landschaft berücksichtigt. Er wurde aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen und der Europäischen Union gefördert.
Grundlage der Landschaftsplanung ist eine umfassende Bestandsaufnahme der natürlichen Grundlagen der Landschaft (Boden, Klima, Wasser, Pflanzen- und Tierwelt, usw.) und ihrer realen Flächennutzung. Dies geschieht anhand von Luftbildauswertung, detaillierter Geländeaufnahme und Einholung aller verfügbaren Informationen.
In einer Grundlagenkarte ist auf der Basis der Bestandsaufnahme die Landschaft einer eingehenden ökologischen Bewertung zu unterziehen. Naturpotential und Landschaftsbild sind hinsichtlich ihrer Belastbarkeit und bereits vorhandener Landschaftsschäden zu überprüfen.
In einer Planungskarte werden die örtlichen Erfordernisse und Maßnahmen zur Verwirklichung der Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege aufgezeigt und Beiträge zur sachgerechten Lösung von Nutzungskonflikten in Natur und Landschaft angeboten.
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In einem Erläuterungsbericht mit Textteil und Themenkarten werden die Inhalte von Grundlagenkarten und Planungskarte vertieft.
Themenkarten M1:25.000
Karte 1: Ökologische Standorteinheiten
Karte 2: Fließ- und Stillgewässer
Karte 3: Potentielle natürliche Vegetation
Karte 4: Ökologisch relevante Aussagen überörtlicher Planungen
Karte 5: Agrarleitplan-Erhebungskarte
Karte 6: Bodenschätzungskarte
Karte 7: Nachweise landkreisbedeutsamer Gefäßpflanzen
Karte 8: Nachweise landkreisbedeutsamer Tierarten
Karte 9: Ökologisch bedeutsame Lebensräume
Karte 10: Schwerpunkt- und Entwicklungsgebiete des Naturschutzes
Karte 11: Freizeit und Erholung
Der Landschaftsplan mit seinen umfassenden Informationen über die Landschaft im gesamten Gemeindegebiet sollte die Planungsgrundlage bei der gemeindlichen Bauleitplanung, bei Nutzungsänderungen und Fachplanungen aller Art sein. Ebenso soll er interessierten Landwirten Landschaftspflege-Programme als zusätzliche Einkommensquelle erschließen.
Umsetzung des Landschaftsplanes
Allgemein ist festzustellen, dass die Vielfalt der Kulturlandschaft abnimmt, Tier- und Pflanzenarten verschwinden, Oberflächengewässer und Grundwasser werden beeinträchtigt. Gleichzeitig nimmt der Druck auf Landschaft und Natur in Form von Freizeitnutzung, Bautätigkeit und anderen Aktivitäten zu. Ziel muss es sein, den Interessen von moderner Landwirtschaft und von Naturschutz und Ökologie gerecht zu werden und außerdem die Landschaft um Aiterhofen auch für die Naherholung attraktiver zu machen.
Grundlage dafür ist der Landschaftsplan mit seiner Situationsanalyse und seinen Zielformulierungen für die Gemeinde. Darauf aufbauend sind in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Aiterhofen und den verschiedenen Fachstellen konkrete Umsetzungsmaßnahmen für die Gemeinde Aiterhofen zu entwickeln. Dies geschieht seit 1996. Da Aiterhofen von 1994 bis 1999 im Entwicklungsgebiet der EU nach Ziel 5b lag, wurde das Projekt nicht nur mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen gefördert, sondern auch von der Europäischen Union.